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Pressemitteilung
26.09.2011
Die EU-Außenhandelspolitik – Motor oder Bremse für die globale Entwicklung?
Informations- und Diskussionsveranstaltung über die aktuellen Entwicklungen der Außenhandelspolitik in Europa
Termin: Donnerstag, 29. September 2011
Zeit: 18:30 Uhr
Ort: Regierungspräsidium Karlsruhe am Rondellplatz,Meidinger-Saal, EG,Karl-Friedrich-Straße 17, 76133 Karlsruhe
Das EUROPE DIRECT Bürgerinformationszentrum im Regierungspräsidium Karlsruhe informiert in einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung über die Ziele der aktuellen EU-Außenhandelspolitik. Ziel der Podiumsdiskussion ist es, den Einfluss der Handelspolitik auf das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger in Europa und in dessen Partnerländern zu verdeutlichen und insbesondere der Frage nach sozialer und nachhaltiger Entwicklung nachzugehen.
Die Globalisierung und die Veränderungen in der Welt stellen die EU-Außenhandelspolitik vor neue Herausforderungen. Die rasche Entwicklung des globalen Marktes und eine international zunehmende Arbeitsteilung eröffnen den Wirtschaftspartnern neue Chancen. Wie die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 gezeigt hat, beinhaltet die weltweite Verflechtung aber auch Risiken.
Länder wie China, Indien und Brasilien haben wirtschaftlich stark aufgeholt und sich zu ernsthaften Konkurrenten für Europa entwickelt. Prognosen gehen davon aus, dass 90 Prozent des globalen Wachstums im Jahr 2015 außerhalb Europas erzeugt werden.
Die größte Volkswirtschaft der Welt ist jedoch nach wie vor die EU. Sie bestreitet mehr als 20 Prozent der gesamten Weltein- und ausfuhren und ist mit der Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,6 Billionen Euro der weltweit größte Exporteur. Die EU ist außerdem der wichtigste Geber und Nehmer ausländischer Direktinvestitionen.
Für die Bürgerinnen und Bürger Europas bedeutet diese wirtschaftliche Stärke Wohlstand und Arbeitsplätze. Die Europäische Union setzt sich deshalb im Rahmen ihrer handelspolitischen Strategie dafür ein, faire Wettbewerbsbedingungen und gemeinsame verbindliche Regeln im Rahmen der globalen Handelsbeziehungen zu schaffen und durch die Beseitigung von Regulierungsbarrieren und den Abbau von Zöllen die Voraussetzungen für Wettbewerb und freien Zugang zu den Märkten zu schaffen. Zugleich soll durch geeignete Maßnahmen die soziale Dimension der Globalisierung gestärkt und eine nachhaltige Entwicklung gefördert werden.
Die Kritiker der EU-Außenhandelsstrategie sehen ökologische, soziale sowie entwicklungspolitische Belange nicht ausreichend berücksichtigt und plädieren für eine sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie eine stärkere Gewichtung des maßvollen und umweltschonenden Umgangs mit Ressourcen. Ein wichtiges Thema der Nichtregierungsorganisationen ist daher eine gerechte Rohstoffpolitik und die Gewährleistung eines fairen Handels mit den Entwicklungsländern.
In der Veranstaltung werden die für Europa bedeutsamen Instrumente der Handelspolitik vorgestellt und die unterschiedlichen Positionen Europas und seiner globalen Partner diskutiert. Schließlich soll mit den Kritikern diskutiert werden, wie die EU-Politik weltweit zu mehr sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger Entwicklung beitragen könnte.
Den einleitenden Vortrag zur Rolle Europas in der Globaliesierung wird Dr. Dirk Solte vom Forschungsinstitut für anwendungsorintierte Wissensverarbeitung (FAW) in Ulm halten. Dr. Solte beschäftigt sich im Rahmen seiner Tätigkeit für das FAW mit der Erforschung von Globalisierungsprozessen. In der anschließenden Podiumsdiskussion debattieren Daniel Caspary, MdEP, Roland Süß von Attac und Dr. Dirk Solte über die Instrumente und Wirkungen der EU-Außenhandelspolitik. Dabei sollen aus verschieden Perspektiven sowohl die Bedeutung des Welthandels für Europa und den Wohlstand seiner Bürgerinnen und Bürger als auch Forderungen nach einer sozial gerechten und nachhaltigen Entwicklung erörtert werden. Die Zuhörerinnen und Zuhörer haben die Möglichkeit sich an der Debatte zu beteiligen und Fragen an die Referenten zu richten.
Die aus Mitteln der Europäischen Kommission unterstützte Veranstaltung findet am 29. September um 18:30 Uhr im Regierungspräsidium Karlsruhe am
Rondellplatz statt.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Informationsmaterial ist am Stand von Europe Direct Karlsruhe im Rahmen der Veranstaltung am Eingang des Meidinger-Saals im Erdgeschoss erhältlich.
Im Foyer findet außerdem die Fotoausstellung "Mensch – MACHT – Milch" zur Agrarpolitik der EU am Beispiel Milch statt.
Für weitere Auskünfte steht im Regierungspräsidium Herr Dietrich Pouw, Tel.: 0721 926-7407 zur Verfügung.

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