AROK - Automatisiertes Raumordnungskataster
Das automatisierte Raumordnungskataster AROK ist ein Planwerk mit einer fachübergreifenden und zusammenfassenden Bestandsaufnahme raumrelevanter Planungen und Maßnahmen (u. a. Siedlungsflächen, Schutzgebiete, Straßentrassen). Es wird entsprechend § 28 LplG bei den höheren Raumordnungsbehörden, d. h. den Regierungspräsidien, geführt. Die fortlaufende Aktualisierung ist insbesondere durch die Informationspflicht der öffentlichen Planungsträger nach § 26 LplG gewährleistet.
Das Raumordnungskataster ist eine wichtige Informationsgrundlage bei
- der Durchführung von Raumordnungs- und Zielabweichungsverfahren
- Standort- und Trassensuchverfahren
- der Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen
(wie bspw. der Planung von Infrastruktureinrichtungen, Baugebieten etc.)
- der Aufstellung von Entwicklungsplänen und Regionalplänen etc.
Zielsetzung ist dabei:
- vereinfachter Datenaustausch
- durch systematische Dokumentation von Planungsabsichten Nutzungskonflikte möglichst frühzeitig zu erkennen
- Erleichterung und Beschleunigung von Planungs-, Genehmigungs- und Zulassungsverfahren
- dadurch effizienteres Verwaltungshandeln, Transparenz und Kostenersparnis
Dadurch wird AROK langfristig zu einem wesentlichen Instrument der Raumbeobachtung und Raumordnung. Der Aufbau des AROK wird allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die Erstellung der Objektarten des AROK erfolgt zum einen durch die Regierungspräsidien direkt, zum anderen werden bereits vorhandene Daten anderer (öffentlicher) Stellen in das Kataster integriert. Diese Stellen erhalten im Gegenzug bei Bedarf Daten aus dem AROK.
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